Zwei Kulturformen unterscheiden stark in Anbau und Aroma: russischer Estragon wird aus Samen gezogen, ist wuchernd, aber wenig aromatisch. Französischer Estragon, nur durch Stecklinge oder Wurzelstockteilung alle vier Jahre vermehrbar, hat einen wesentlich feiner würzigen, intensiven Geschmack! Kann über einen Meter hoch werden. Verliert getrocknet etwas an Aroma, aber die Blätter, die am besten zum Konservieren am ganzen Zweig gesammelt werden, kann man auch einfrieren. Gewürzt werden Salate, Saucen, Suppen, Fisch, Geflügel, Senf, Topfen- oder Eierspeisen, Frischkäse und Essiggurken. Vorzügliche Beigabe zu Kräuterwein, -butter und -essig mit Basilikum, Dill, und Zitrone gemischt. Liebt sonnige Standorte in humusreicher Erde. Wie Nelkenöl lindert Estragon als Tinktur dank seiner antiseptischen Wirkung Zahnschmerzen, fördert die Blutung bei Menstruationsstörungen und darf daher nicht während der Schwangerschaft konsumiert werden.